Fridays for Future – Schule schwänzen für den Klimaschutz

Lesezeit: 2 Minuten

„Wir sind eine Bewegung von jungen Menschen, die aus eigenem Interesse heraus die Aktion Fridays For Future in Deutschland umsetzen und verbreiten. Die Treibhausgas-Emissionen steigen bereits lange Zeit und dennoch werden Kohle, Öl und Gas abgebaut. Doch unsere Politiker*innen unternehmen nichts, um diese Klimakrise abzuwenden. Dies sind Gründe, weshalb wir freitags weder in die Schule, noch in die Uni gehen!“ – so beschreibt sich Fridays for Future auf ihrer Webseite selber.

Fridays for Future – unter diesem Namen, dem Namen einer Bewegung, ins Leben gerufen durch die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg, gehen Woche für Woche, jeden Freitag, Schüler auf die Straße um für eine andere Klimapolitik der Regierung zu Demonstrieren. Aber wer sind diese Schüler eigentlich und was sind ihre Ziele?

Den Podcast zu diesem Artikel inklusive Interviews gibt es hier:

Fridays for Future Demontration am 15. März in Braunschweig, Niedersachsen
Fridays for Future Demonstration am 15. März in Braunschweig, Niedersachsen

Am 20. August 2018, setzte sich Greta Thunberg während der Schulzeit mit einem Schild mit der Aufschrift „Schulstreik für das Klima“ vor den schwedischen Reichstag in Stockholm und das täglich, bis zur schwedischen Wahl am 1. September. Danach setzte sie ihren Streik einmal pro Woche am Freitag fort.

Mittlerweile demonstriert Greta nicht mehr alleine. Erst letzten Freitag, dem 15. März, gab es 1.700 Veranstaltungen in 105 Ländern.

Doch nicht nur Schüler gehen demonstrieren. Mittlerweile gibt es auch „Scientists for Future“, „Parents for Future“ oder „Rentner for Future“. – Ein generationsübergreifender Zusammenhalt für den Klimaschutz.

Aber wie kommt der Protest eigentlich bei Menschen an, die nicht aktiv an den Demonstration teilnehmen? Denn erst kürzlich kritisierte z. B. der FDP-Chef Christian Lindner die Fridays for Future Demos und sagte, dass man von Kindern und Jugendlichen nicht erwarten könne, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge sähen und man das den Profis überlassen müsse.

Laut der Forschungsgruppe Wahlen stimmen 67% der Deutschen der Aussage „Wenn Schüler freitags während der Unterrichtszeit für mehr Klimaschutz demonstrieren, finde ich das gut“ zu. Nur 32% finden das schlecht.

Worum geht es bei Fridays for Future denn jetzt genau?

„Handelt endlich – damit wir eine Zukunft haben!“ – Das ist definitiv eine Kernaussage! Warum zur Schule gehen, wenn die Welt eh zerstört wird, wenn die Politik so weiter macht, wie bisher? Fridays for Future fordert von der deutschen Regierung mehr Klimaschutz und den Kohleausstieg – und das möglichst bald. Außerdem soll in erneuerbare Energien investiert werden und der öffentliche Personennahverkehr weiter ausgebaut werden.
Doch nicht nur das international wird auch gefordert, das Wahlrecht auf 16 Jahre abzusenken, um mehr jungen Menschen die Möglichkeit auf politische Partizipation zu geben.

Und wenn ihr noch mehr zu Fridays for Future wissen wollt, klickt doch einfach mal auf fridaysforfuture.de oder hört euch den Fridays for Future Podcast an, den gibt es bei YouTube, Spotify und Soundcloud.

Dieser Beitrag erschien erstmalig am 17.03.2019 bei “IstDasFakt?! – der Podcast“.

Titelbild: © Marlin Helene [CC BY 2.0]

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