Von Hunden großgezogen

Lesezeit: 2 Minuten

Heute geht es um einen Jungen, der zwei Jahre lang unter einem wilden Rudel Hunden lebte, mit ihnen aß und schlief und es bis zum Alphatier schaffte. – Was nach Mogli und dem Dschungelbuch klingt, soll sich so in Russland in den 1990er Jahren tatsächlich abgespielt haben. Doch kann das sein?

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Ivan Mishukov war vier Jahre alt, als er von zu Hause wegrannte. Er floh vor den Schlägen des ständig betrunkenen Freundes seiner Mutter. Es ist 1996.

Von nun an musste sich Ivan also alleine durchschlagen. Doch er war nicht der Einzige auf Moskaus Straßen; Neben weiteren Obdachlosen kämpften auch wilde Hunde um ihr Überleben. Ivan entschied sich dazu, das Essen, was er durch Betteln erlangte, nicht alleine zu verzehren, sondern einen Teil immer wieder einem bestimmten Rudel eben dieser wilden Hunde abzugeben. Dadurch gewann er das Vertrauen des Rudels und wurde fortan von ihnen beschützt und in der Nacht gewärmt.

Nachdem Ivan Bellen gelernt hatte, wurde er sogar zum Anführer des Rudels ausgewählt.

Das Ende der Freiheit

Irgendwann wurde die Polizei dann auf den Jungen aufmerksam und versuchte drei Mal ihn zu schnappen, was jedoch nicht gelang. Ivan konnte entkommen, auch, da die Hunde ihren Anführer beschützten. Deshalb versuchte die Polizei, das Rudel von ihm zu trennen, was ihr auch gelang. Abgelenkt durch Futter in einer Restaurantküche war Ivan ungeschützt und wurde von der Polizei in ein Kinderheim gebracht, wo er von einer Familie adoptiert wurde.

Nach ein paar Jahren konnte er sprechen wie jeder andere und besuchte die Schule wie ein ganz normaler Junge. Nur nachts träumt er noch von seinem Leben als Anführer des Hunderudels.

Auch, wenn diese Geschichte einzigartig klingen mag, ist sie es nicht wirklich. Es gibt immer wieder Berichte über Kinder, die von Tieren großgezogen wurden.

Dieser Beitrag erschien erstmalig am 03.05.2019 bei “IstDasFakt?!” .

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