Die Hand-Präferenzen von Kängurus

Lesezeit: 1 Minute

In dem Faktencheck vom 10. Januar 2018 (s. u.) haben wir erwähnt, dass sich ein Merkmal nur entwickelt, wenn es einen Vorteil bringt. Eisbären haben demnach keine bevorzugte Hand (bzw. Tatze).

Bei Kängurus ist das jedoch anders. Wissenschaftler der Saint Petersburg State University in Russland gehen davon aus, dass Kängurus „eindeutig die linke Hand“ bevorzugen. Zu dem Schluss kommen sie, nachdem sie über 50 wild lebende Kängurus in Australien beobachteten und Bewegungsabläufe auswerteten. Das Östliche Graue Riesenkänguru und das Rote Riesenkänguru würden demnach die linke Vorderpfote bevorzugen. Mit dieser säubern sie ihre Schnauze, heben Blätter auf oder knicken Äste ab. Bei Rotnackenwallabies ist das hingegen ein wenig anders. Sie entscheiden nach Aufgabe, welche Hand sie nutzen. Die linke Hand ist für die Feinarbeit, wie z.B. das Essen zum Mund führen zuständig, wohingegen die rechte Hand die Äste abknickt. Kängurus, die in Bäumen oder in Zoos leben, nutzen der Studie zufolge meist beide Hände gleichermaßen. Wie und warum die Tiere ihre Bewegungen so koordinieren, wollen die Forscher noch herausfinden. Der oben genannte Vorteil ist bisher noch nicht klar geworden. Deshalb wollen die Forscher nun die Neigung zur Händigkeit bei anderen Arten untersuchen, um so herauszufinden, wie sich das Merkmal im Laufe der Evolution durchgesetzt hat.

Bei diesem Beitrag haben wir uns auf diesen Fakt bezogen, der leider nicht mehr bei Instagram zu sehen ist. Deshalb ein Screenshot:


Dieser Text erschien erstmalig in „IstDasFakt?! – der Newsletter“ Ausgabe 2018-11-14.

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