Komm Diggah, lass mal Shisha Bar

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Aus den Klassenstufen fünf bis zehn hat 1/5 der Schüler schon einmal eine Shisha geraucht. 6 % rauchen sie regelmäßig. Das geht aus einer Statistik der Krankenkasse DAK aus dem Jahr 2017 hervor. Demnach hat die Hälfte aller Schüler der Jahrgangsstufe zehn schon Erfahrungen mit Shishas gemacht. Knapp 7.000 Schüler wurden dafür befragt.

Zwar geht der Anteil der Jugendlichen, die rauchen, seit Jahren zurück, Shishas werden jedoch immer beliebter. Auch, da sie eine “gute” Alternative zu den klassischen Zigaretten sein sollen. Doch ihre Schädlichkeit wird häufig unterschätzt.

Hinweis: Wenn Du mit dem Rauchen aufhören möchtest, kannst Du Dich an dafür vorgesehene Stellen wenden. Etwa an das Angebot der BZgA “Rauchfrei-Info” .

Über diese Bewertung

Bei einer Shisha handelt es sich um eine Wasserpfeife, über die Tabak mit verschiedenen Fruchtaromen inhaliert wird. Der Rauch wird erst durch eine Bowl mit Wasser geleitet, um abzukühlen. Außerdem sollen dadurch gesundheitsgefährdende Substanzen teilweise herausgefiltert werden. Dies geschieht jedoch nur in einer unzureichenden Menge.

Weit verbreitet ist der Glaube, dass eine Shisha die gesündere Alternative zur klassischen Zigarette ist. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Irrtum.

Wenn man die Rauchmenge vergleicht, dann entspricht eine Wasserpfeifensitzung bis zu 100 Zigaretten. Vergleicht man […] die aufgenommene Nikotinmenge, dann entspricht eine Wasserpfeifensitzung etwa zehn Zigaretten.

So die deutsche Epidemiologin Ute Mons gegenüber “Frontal 21” .

Auch Shishas erhöhen das Krebsrisiko drastisch

Der Grund dafür ist, dass man bei einer Shishasitzung große Mengen Rauch inhaliert. Dabei gelangen nicht nur Nikotin, sondern auch “mindestens 82 weitere schädliche Substanzen, darunter 27, die Krebs erregen oder im Verdacht stehen, krebserregend zu sein,” in den Körper. Das geht aus dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2016 hervor. Dazu komme die erhöhte Menge an Kohlenstoffdioxid, die durch glimmende Kohle entstehe. So nimmt ein Shisharaucher zehn Mal mehr Kohlenmonoxid zu sich, als ein Zigarettenraucher.

Das Gefährliche an einer Shisha sind auch die verschiedenen Geschmacksrichtungen. So ist für jeden etwas dabei und der Einstieg vor allem bei Jugendlichen zur Sucht geebnet. Denn auch bei einer Shisha kann das krebserregende Nikotin süchtig machen.

Dieser Beitrag erschien erstmalig am 28.06.2019 bei “IstDasFakt?!” .

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