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Männer können keinen Brustkrebs bekommen!

IstDasFakt?! - der Podcast
Lesezeit: 2 Minuten

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa eine von acht erkrankt an ihm. In Deutschland sind das rund 75.000 Frauen pro Jahr.

Deshalb ist es besonders wichtig, sich regelmäßig abzutasten, am besten einmal im Monat. Ein Video des „funk“-Kanals „reporter“ zu diesem Thema findet ihr hier. Dort wird gezeigt, wie ihr euch selber abtasten könnt und worauf ihr achten müsst.

Für Männer ist dieses Thema jedoch irrelevant. Schließlich können sie nicht an Brustkrebs erkranken. Oder?

Diesen Artikel gibt es auch als Podcast:

Auch Männer erkranken an Brustkrebs

Viele Männer glauben, mit dem Thema Brustkrebs nichts zu tun zu haben. Doch das ist ein Trugschluss. Zwar ist diese Krebsart bei Männern deutlich weniger verbreitet, als bei Frauen, aber immerhin rund 500 erkranken jährlich an einem sogenannten Mammakarzinom.

Meist wird der Brustkrebs bei Männern jedoch zu spät erkannt. Das liegt größtenteils daran, dass es bisher noch kein Brustkrebs-Früherkennungsprogramm für den Mann gibt. Außerdem werden Veränderungen im Brustbereich häufig nicht als Krebs wahrgenommen. Weder von Ärzten, noch vom Patienten.

Warum Männer überhaupt an Brustkrebs erkranken, ist noch nicht eindeutig erklärt, hat aber wahrscheinlich mit der genetischen Veranlagung zu tun. So kann der Krebs durch angeborene oder spontan auftretende Mutationen entstehen.

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Eine weitere Ursache kann das Klinefelter-Syndrom sein. Dabei haben die Betroffenen ein oder mehrere zusätzliche X-Chromosomen und somit ein bis zu 60-Fach erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Die Heilungschancen sind beim Mann deutlich schlechter

Wurde bei einem Mann Brustkrebs festgestellt, verläuft die Behandlung ähnlich wie bei Frauen. Je nach Diagnose wird versucht, den Krebs über bspw. eine Operation oder Chemotherapie zu bekämpfen.

Was jedoch auffällt: Während Brustkrebspatientinnen eine relative Zehn-Jahres-Überlebensrate von rund 82 Prozent haben, liegt sie bei Männern bei nur rund 65 Prozent. Der Grund dafür ist die häufig zu spät gestellte Diagnose.

Wer etwas ungewöhnliches bei sich entdeckt, sollte zum Arzt!

Egal ob Mann oder Frau: Wer beispielsweise Knoten, Verhärtungen oder eine eingezogene Brustwarze bei sich entdeckt, sollte sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen.

Dieser Beitrag erschien erstmalig am 26.01.2020 bei „IstDasFakt?! – der Podcast“ .

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Quellen:
augsburger-allgemeine.de, br.de, focus.de, funk.net, netdoktor.de, spiegel.de, weltderwunder.de

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